Heilige Messe und Spätschoppen

Am kommenden Freitag, den 27.09.13 findet um 18.00 Uhr eine heilige Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Neusser Schützenlust in der St.Quirinus Basilika statt.

Zum anschließenden „Spätschoppen“ trifft sich die NSL wie gewohnt, im Vogthaus.

30. Geburtstag

„Als Mensch ist man ständig auf der Suche nach dem Glück, uns ging es auch nicht anders, denken wir doch mal zurück“.

Am Krönungssamstag, den 04. September 1983 wurden die Dropjänger von jungen Männern, von denen die damalige Presse zu berichten wusste, dass sie sich aus Messdienern von St. Quirin auf der einen Seite rekrutiert haben und auf der anderen Seite von, durch das einschlägig bekannte, neue „Ossi“, geprüften Nachtschwärmern gründet wurden. Allen gemeinsam war und ist die Liebe zu ihrer Heimatstadt sowie die Faszination für das Schützenfest und den damit verbundenen traditionellen Werten.

„Nüss, du ons Stadt, ons schönste Stadt am Rhing, Nüss du ons Stadt, möt Hätz on Sunneshing.“

Auf der Gründungsversammlung war schnell die Entscheidung gefallen, sich bei der Schützenlust zu bewerben. Die Ballotage durch das Corps erfolgte dann auf der Chargiertenversammlung im November 1983, zu der man damals als „Anwärterzug“ noch vollzählig erscheinen musste. Deutlich schwieriger gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Zugnamen. Während solche wie „Concordia Chaos“ oder die „Neusser Fighter“ zwar der emotionalen Grundhaltung der Mitglieder entsprachen, hatte man sie aus verständlichen Gründen verworfen. Unserem Ehrenmitglied Ernst Freistühler ist es zu verdanken, dass mit „Dropjänger“ schließlich ein geeigneter Name gefunden wurde. Alle Aktiven konnten und können sich noch heute mit diesem uneingeschränkt identifizieren.

„Mer send Nüsser möt Hätz on Seel, Mer send Schötze möt völl Jefühl.“

Überhaupt sind wir aus den Gründungstagen unseren Gönnern sehr zu Dank verpflichtet. Entweder haben sie uns finanziell oder mit anderen Dingen gerne und ohne zu zögern unterstützt. Auf sie konnten wir und können wir auch heute noch immer zählen. Mit Michael Bott, Dieter Frankenheim, Gernot Kaas (Mitmarschier-Recht auf Lebenszeit), Paul Napp-Saarbourg, Kaspar Peck, Paul Schmitz, der leider inzwischen verstorbene Schützenmeister der Neusser Scheibenschützengesellschaft, der durch seine unnachahmlichen Ansagen bei den Schießwettbewerben auf der Festwiese uns heute noch in den Ohren klingt und Heinrich Stüsgen führen wir eine stattliche Anzahl von weiteren Ehrenmitgliedern in unserem Zugregister. Sie sind uns immer herzlich willkommen und dass nicht wegen eines Obolus in die Zugkasse.

Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind immerhin noch fünf im Zug aktiv. Über die Jahre ist der sukzessiv auf seine heutige Stärke von 28 Aktiven angewachsen. Wurden zunächst nur Gleichaltrige aufgenommen, zählen inzwischen auch vier Senioren (unserem Ältestenrat) zu den Stützen der Gemeinschaft. Gastmarschierern gewähren wir gerne einmalig die Möglichkeit, sich mit dem Kirmesbazillus infizieren zu lassen. Allerdings kommen diese dann nur schlecht wieder von uns los.

Ganz im Sinne der Schützentradition setzt sich der Zug aus unterschiedlichen Charakteren und Berufsgruppen zusammen. Dass der Apotheker mit dem Gesellen und der Händler mit dem Dachdecker zusammen an einer ldee zieht, ist bei uns kein geflügeltes Wort.

„…egal ist uns der Status wir haben in jedem das Gute entdeckt…“

Ein Blick in die Jahresübersicht zeugt davon, dass die Dropjänger nicht nur zum Schützenfest zusammenstehen. Neben unserem traditionellen Neujahrsempfang und einem in den letzten Jahren ins Leben gerufenen Dropjänger Weihnachtsmarkt auf dem Krimmer Hof gehören jährliche Ausflüge genauso zum festen Bestandteil des Zuglebens wie die regelmäßig stattfindende Vor-Ort-Versammlung in Kölle. Mit zunehmenden Jahren hat der Einfluss der Ehefrauen und Kinder auf die Aktivitäten zugenommen, ohne dabei zu dominieren. Dabei sind inzwischen die ersten Söhne selbst im Neusser Regiment aktiv.

,,Als Mann ist man die Hälfte nur, ’ne Frau macht uns komplett. Dicke Nerven und Humor wär’n gut, optisch mögen wir es adrett.“

Gerne feiern wir als Zuggemeinschaft mit allen kleinen und großen „Mitgliedern“ nicht minder gerne sind die Zugkameraden aber auch mal für sich unterwegs.

„Man sieht sich, ist so schnell gesagt“…

Nachdem im Jahre 2001 unser geliebtes Wachlokal, „Ossi“, in dem wir das Kneipenleben von der Pieke auf lernen durften, für immer seine Türen schließen musste, haben wir 2012 unser zweites Wachlokal verloren. Unvergessen sind die Treffen im Anschluss von Oberst- und Königsehrenabend, wo wir gemeinsam mit vielen Kirmesverrückten dem Spirit des Festes gefrönt haben. An dieser zentralen Kirmesschaltstelle traf man sich, hier sah man sich. Gerne haben wir über die Kirmestage den Umzug von Norbert und Karin in die Gießkanne mitgemacht. Mit dem Vogthaus haben wir eine perfekte Heimat für unsere Versammlungen gefunden.

Als Schützenzug gehört die regelmäßige Teilnahme an diversen Schießveranstaltungen zu den gern mitgemachten Aktivitäten. So konnten die Dropjänger mit B. Hansen, C. Napp-Saarbourg, K.U. Görtz und C. Miessner bisher vier Corpssieger stellen. Weitere Schützen haben bei Corps- und corpsübergreifenden Wettbewerben für Furore gesorgt. Unsere Schießmannschaften durften schon diverse Pokale bei KK und Luftgewehrwettbewerben entgegennehmen. Als Mitbegründer der Zügegemeinschaft „Freundschaft über Corpsgrenzen hinweg“ schauen wir gerne über den corpseigenen Tellerrand und pflegen die Kontakte zu vielen Zügen in den anderen Gesellschaften des Regimentes. Dazu zählt selbstverständlich auch unser sportlicher Wettstreit am Morgen des Kirmesdienstag mit den Artilleristen, denen wir bisher aus sportlicher Fairness selbstverständlich regelmäßig den Sieg gönnen.

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schönste im ganzen Land ? Das kann doch nur einer sein, so ’n echter Schütze aus Neuss am Rhein.“

Eine ganze Reihe der Aktiven ist nicht nur während des Neusser Bürgerschützenfestes dabei, sondern sie unterstützen auch die Schützenfeste in Reuschenberg, Weckhoven, Gnadental, Grimlinghausen, Uedesheim, Holzbüttgen und Neuss Furth. Diese Aktivitäten führten und führen zu einer ganzen Reihe von Einladungen. So wurden als Gastzug viele Regimenter dieser Vororte aktiv unterstützt. Selbst in Lippstadt und Köln-Longerich durften wir uns als Schützenzug einbringen und neue Freundschaften schließen.

Auf Grund einer Einladung unseres aktiven Kameraden T. Grote waren wir nun schon zweimal in Plettenberg im schönen Sauerland. Mit offenen Armen empfangen, mit Tränen in den Augen wieder gefahren, haben wir zwei herrrrrrllliche Schützenwochenenden erleben dürfen.

„Die Krönung bei den Dropjängern feiern wir im großen Stil, selbst der weitgereiste Gast macht unsere Feier gerne zu seinem Ziel.“

Zum besonderen Höhepunkt in unserem Schützenkalender gehört seit Jahren, die im großen Stil organisierte Zugkrönung. Auf unserer Bühne haben sich schon Stars und Sternchen bekannt aus Funk und Fernsehen, ein Stelldichein gegeben. Ob Guido CantzDie Colörs, Wolfgang Reich, Lutz Kniep, die Lines Show, Et Zweigestirn, Peter Kerscher, Tom Lind, Achnes Kasulche, Die Rednerschule und zuletzt die Kölsche Bengels waren die Veranstaltungen immer mit besonderen Höhepunkten gespickt. Dazu gehörten selbstredend die Auftritte der Zugkameraden und Zugfrauen. Sie waren stets Erlebnisse der besonderen Güteklasse. Ob als Starlight Express auf Rollschuhen, ob als Tina Turner rockend, ob mit choreographischen Highlights gespickte Boygroup, als Männerballett oder als nahezu perfekte lmitation eines der Großen des Showgeschäftes für die Gäste gab es während dieser Auftritte kein Halten mehr. Selbst Schützenkönige waren sich nicht zu schade, uns bei den Programmpunkten zu unterstützen, in unseren Anfängen bei dem Gäste Pokal-Wettbewerb und zuletzt bei dem Formel I. Rennen bei „GP von Nüss“ zwischen A. Napp-Saarbourg und Rainer Halm.

„…viele Nadeln, Spangen, Orden an der Brust hell strahlend blinken…“

Gemeinsam mit Wilfried Küfen bringt der Zug seit seinem 18.ten Geburtstag einen liebevoll gestalteten Pin heraus mit dem verdiente Schützenfreunde gerne geschmückt werden. Ohne Frage haben sie inzwischen Sammlerstatus erreicht.

Das Schützenjahr wird seit einigen Saisons unter ein bestimmtes Motto gestellt: „ Und immer wieder geht die Sonne auf“, nach dem Regenjahr von Karl Theo Rheinhart, ,,11 Freunde wollen wir sein“ zur Fußbal WM in Deutschland, der ,,Brückenschlag nach Kö1n“, Dropjänger und Freunde“, um nur einige zu nennen. In diesem Jahr heißt es bei uns ,,schwerelos und unbeschwert“

„…lmmer wieder ausser Rand und Band, immer wieder…“

Seit 2007 bekommen wir von unserem Zugkameraden B. Landmesser und seiner Firma, in der er Regisseur, Produzent, Kameramann, Cutter und Musikdirektor in einem ist, ein besonderes Entertainment geschenkt. Unter Titeln wie „Die Rückkehr der Hüsgen Ritter“, „Mama Mia Freistühler” oder „Seppi Cool“ wird zum Neujahrsempfang immer ein Jahresrückblick der besonderen Art uraufgeführt. Sehr zur Freude der Dropjänger und unserer Gäste hält er in unnachahmlicher Art die Höhepunkte des Zuglebens für die Nachwelt und unserer Erinnerungen fest. Selbst so mancher Gast hat sich im Folgejahr darin wieder gefunden.

„Und wenn dat Trömmelche geht…“

„Musik kennt keine Grenzen“: So hat der Zug in der Zwischenzeit mit „15 Jahre Dropjänger“, „Nüss du ons Stadt“, „Du bist die schönste Stadt” und „Und immer wieder geht die Sonne auf“ vier CD’s herausgebracht, auf denen altes und neues Liedgut aufeinander abgestimmt zu hören ist. Seit sieben Jahren kommt aus den Reihen des Zuges der Neusser Schützenkalender.

Die Dropjänger-Familie freut sich auf ein sonniges Schützenfest als Höhepunkt des diesjährigen Jubiläumsjahres. Zu krieschen fangen wir an, wenn unser Zuglied ertönt:

„Freundschaft ist ein anderes Wort für unseren Verein, was kann schöneres geben als ein Dropjänger zu sein.“

C. Napp-Saarbourg
Oberleutnant des Schützenlustzuges Dropjänger 1983